24.05.2018

Stellenmeldepflicht gilt auch für die Landwirtschaft

Auf den 1. Juli 2018 führt der Bund für einzelne Berufsarten die Stellenmeldepflicht ein. Die Landwirtschaft ist davon betroffen.

Vor vier Jahren nahmen Stimmvolk und Stände die Masseneinwanderungsinitiative an. Eine Massnahme diese umzusetzen, ist die bessere Ausnutzung des vorhandenen Inlandpotentials an Arbeitskräften. Dazu führt der Bund auf den 1. Juli 2018 die sogenannte Stellenmeldepflicht ein. Diese gibt vor, dass in Berufsarten mit einer festgelegten Mindestarbeitslosenquote alle offenen Stellen der öffentlichen Arbeitsvermittlung (meistens RAV) gemeldet werden müssen. Die Landwirtschaft ist davon ebenfalls betroffen, da die Berufsart „landwirtschaftlicher Gehilfe“ unter die Stellenmeldepflicht fällt.

Konkret bedeutet die Einführung der Stellenmeldepflicht, dass ab 1. Juli freie Stellen für landwirtschaftliche Arbeitskräfte zuerst über diese Vermittlungsstellen laufen müssen. Das RAV gleicht die Ausschreibung mit den bei ihnen gemeldeten Personen ab und macht innerhalb von 3 Arbeitstagen Vorschläge für Kandidatinnen und Kandidaten. Beim RAV gemeldete Personen dürfen sich auch direkt bewerben. Der Betriebsleiter muss alle prüfen und eine Rückmeldung geben. Erst fünf Arbeitstage nach der Meldebetätigung darf er die gemeldete Stelle öffentlich ausschreiben oder anderweitig besetzen. 

Verträge, die vor Ende Juni unterzeichnet werden, fallen nicht darunter – ganz unabhängig davon, wann der Stellenantritt effektiv erfolgt. Wer also jetzt schon weiss, wen er in den nächsten Monaten anstellen wird, sollte den Vertrag bis Ende Juni unterzeichnen lassen.

Die Liste mit den meldepflichtigen Berufsarten ist auf www.arbeit.swiss publiziert. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.