23.09.2019

Kein Mais nach Mais wegen Maiswurzelbohrer verfügt

Das Landwirtschaftsamt hat den Maisanbau 2020 nach Mais 2019 in Werdenberg, Rheintal (ohne Rheineck) und See-Gaster (ohne Amden und Weesen) verboten.

In der Schweiz gilt der Maiswurzelbohrer als Quarantäneorganismus. In den Fallen in Buchs, Kriessern, Diepoldsau und im Kanton Schwyz wurden dieses Jahr Maiswurzelbohrer-Käfer gefunden. Deshalb wurde vom Landwirtschaftsamt gemäss Richtlinie des Bundesamtes für Landwirtschaft im Sicherheitsradius von 10 km verfügt, dass in den betroffenen Gemeinden im Jahr 2020 kein Mais auf Flächen angebaut werden darf, auf denen 2019 Mais angebaut wurde. 

Betroffene Gemeinden

Die Verfügung gilt auf dem ganzen Gemeindegebiet der folgenden politischen Gemeinden: Rapperswil-Jona, Schmerikon, Eschenbach, Uznach, Gommiswald, Kaltbrunn, Benken, Schänis, Wartau, Sevelen, Buchs, Grabs, Gams, Sennwald, Lienz, Rüthi, Oberriet, Eichberg, Altstätten, Marbach, Rebstein, Balgach, Diepoldsau, Widnau, Berneck, Au und St.Margrethen.

Maiswurzelbohrer

Der Maiswurzelbohrer ist ein aus Nordamerika stammender Schädling und verursacht dort bedeutende Schäden. Der Käfer legt im Herbst seine Eier in bestehende oder bereits abgeerntete Maisfelder ab. Die Larven schlüpfen im nächsten Frühjahr/Frühsommer und machen ihren Reifungsfrass indem sie die Wurzeln des Mais fressen. Folgt Mais nach Mais kann sich die Larve entwickeln, verpuppen und im Herbst wieder als Käfer ausfliegen. Folgt eine andere Kultur, kann sich die Larve nicht entwickeln und stirbt ab. Dadurch, dass die Larve auf Mais angewiesen ist, lässt sich mit einer Fruchtfolge eine geeignete Bekämpfungsstrategie gegen den Käfer führen. Das adulte Tier ernährt sich mehrheitlich von Narbenfäden, hat neben Mais aber auch andere Wirtspflanzen. Bei massenhaftem Auftreten zeigen sich Schäden durch ungenügende Befruchtung der Maiskolben.

Allgemeinverfügung des Landwirtschaftsamts