13.05.2020

Berufkraut jetzt ausreissen

Das Einjährige Berufkraut ist in den letzten Tagen in die Länge gewachsen und steht teilweise bereits kurz vor der Knospen- und Blütenbildung. Es ist derzeit gut erkennbar und sollte noch vor der Blütenbil-dung bekämpft werden.

 

Nach wie vor ist das Ausreissen oder Ausstechen des Einjährigen Berufkrauts mitsamt der Wurzel die effektivste Bekämpfungsmassnah-me. Nach den Niederschlägen der vergangenen Tage ist der Boden wieder genügend feucht, dass sich die Wurzeln gut lösen lassen. Dafür die Pflanze an der Stängelbasis greifen und herausziehen oder ein schmales Stechwerkzeug wie einen grossen Schraubenzieher verwenden. Gemäss Direktzahlungsverordnung besteht insbesondere auf Biodiversitätsförderflächen die Pflicht, invasive Neophyten zu bekämpfen. Die Fachstelle Pflanzenschutz empfielt deshalb, in dieser Woche alle Wiesenflächen (vor allem die extensiven Standorte) sowie Wegränder des Betriebes zu kontrollieren und das Berufkraut zu entfernen. Wenn es noch keine Blüten gebildet hat, kann das Berufkraut auf dem Miststock oder eigenen Kompost entsorgt werden. Ansonsten muss es in einem Sack verschlossen der Kehrrichtverbrennung zugeführt werden. Denn liegen gelassene Blüten können rasch nachreifen und die Samen so verbreitet werden. Wo durch das Ausstechen viel offener Boden entsteht, kann von Hand etwas Wiesensaatgut ausgebracht und leicht angepresst werden. Bei einem zu grossen Vorkommen des Einjährigen Berufkrauts ist das Ausrupfen sehr aufwendig. Auf solchen stark befallenen extensiv genutzten Wiesen besteht neu die Möglichkeit, eine Ausnahmebewilligung für die Vorverlegung des Schnittzeitpunktes zu erhalten. Dafür ist aber frühzeitig mit Beratern des Landwirtschaftlichen Zentrums St. Gallen (Nicole Inauen: 058 228 24 95 oder Mathias Heeb: 058 228 24 35) Kontakt aufzunehmen.

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