01.09.2020

103 neue Meister/Innen und zwei diplomierte Bäuerinnen

105 Absolventinnen und Absolventen, davon drei Meisterlandwirtinnen, 99 Meisterlandwirte, eine Geflügelwirtschaftsmeisterin und zwei diplomierte Bäuerinnen schlossen im 2020 die Meis-terprüfung erfolgreich ab. Sie haben eine intensive, mehrteilige berufliche Weiterbildung hinter sich. An den Diplomfeiern in Zollikofen und Einsiedeln konnten sie das Eidgenössische Diplom in Empfang nehmen.

Die Corona-Pandemie stellt 2020 so einiges auf den Kopf. Die Schlussprüfungen konnten im Gegensatz zu manch anderen Prüfungen mehr oder weniger wie bisher organisiert werden. Nicht so die traditionelle Diplomfeier. Um diese Corona-konform durchführen zu können, wurde sie auf zwei Termine aufgeteilt und die Anzahl Begleitper-sonen beschränkt. Dem feierlichen Rahmen und der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch – lieber so, als gar nicht feiern, war der Konsens.

Das modulare System der beruflichen Weiterbildung ist modern und praxisorientiert. Die Kandidaten durchlaufen die Weiterbildung in der Regel in zwei Etappen:

1. Etappe: Berufsprüfung, Abschluss mit dem Eidg. Fachausweis

Die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter mit Eidg. Fachausweis beherrschen die operative Planung und Führung sowie die rationelle und effiziente Bewirtschaftung der Produktionszweige und Dienstleistungen eines Betriebs.

2. Etappe: Meisterprüfung, Abschluss mit dem Eidg. Diplom

Bei der höheren Fachprüfung geht es um Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie sind in der Lage, den Betrieb strategisch und operativ zu führen. Sie analysieren und treffen selbständige Entscheidungen für das Unterneh-men. Sie verfügen insbesondere über die Kompetenz zur Weiterentwicklung des Unternehmens mit dem Ziel, dieses nachhaltig zu entwickeln, die Mitarbeitenden des Betriebs und die materiellen Betriebsressourcen optimal einzusetzen und die Produktion auf die Bedürfnisse der Märkte sowie der Nachhaltigkeit auszurichten. Sie führen und entwickeln den Betrieb unter Berücksichtigung des familiären, sozialen, ökonomischen, ökologischen und agrarpolitischen Umfelds.

Hervorragende Leistungen geehrt

Auch in diesem Jahr zeichnet die Schweizer Agrarmedien AG wieder die besten Absolventinnen und Absolventen für ihre herausragenden Leistungen mit dem Agrarmedienpreis aus: Ruedi Aerne, Ebnat-Kappel (SG) schloss die Schlussprüfung zum Meisterlandwirt mit der ausgezeichneten Note 5.8 ab. Valentin Keiser, Hergiswil (NW) er-reichte die Note 5.7. Als beste diplomierte Bäuerin schloss Nicole Walder, Glattfelden (ZH) mit 5.4 ab. Die offizielle Übergabe der Agrarmedienpreise erfolgte in diesem Jahr Corona-bedingt nicht im Rahmen der Diplomfeier, son-dern wird am 22. September 2020 auf der Redaktion der Agrarmedien in Bern erfolgen.

Enge Zusammenarbeit zwischen Berufsverband und Bildungsanbieter

Die Betriebsleiterausbildung findet an den kantonalen landwirtschaftlichen Bildungszentren statt. Der Geschäfts-bereich Agriprof des Schweizer Bauernverbands (SBV) stellt das einheitliche Bildungsangebot sicher und koordi-niert den Prüfungsablauf im Sinne der Qualitätssicherung. Die Zusammenarbeit zwischen Berufsverband und Bil-dungsanbietern ist eng. Ihre Bestrebungen richten sich an den Zielen einer modernen und zukunftsträchtigen beruflichen Weiterbildung aus. Der Ausbildungs- und Prüfungsqualität wird ein sehr hoher Stellenwert beigemessen. Die guten Resultate der frisch gebackenen Meisterlandwirtinnen, Meisterlandwirte, diplomierten Bäuerinnen und der Geflügelwirtschaftsmeisterin zeigen, dass die Ausbildung gut aufgestellt ist.