Care farming

«Wie habe ich es als Kind geliebt, mit all den Tieren zu spielen und auf den Wiesen herumzuturnen. Und wenn uns am Abend die Bäuerin eine Geschichte erzählte, konnte ich immer ganz gut einschlafen», erzählt uns ein junger Mann, der lieber anonym bleiben möchte. Aufgrund seiner Lernschwäche kam er als acht-jähriger Junge auf den Bauernhof mit vielen Tieren und gleichaltrigen Kindern.

Die Platzierung von Kindern in der Landwirtschaft mit einer Lernschwäche ist nur eines der Beispiele, das im Projekt «Care Farming» Platz findet. «Care Farming» umfasst die gesamte Palette von sozialen Dienstleistungen in der Landwirtschaft und gibt Kindern wie auch erwachsenen Personen mit besonderen Bedürfnissen einen geschützten Rahmen. Als Anker nach einem Klinikaufenthalt, Burnout-Prophylaxe oder Vorbereitung auf den Arbeitsalltag sind nur einige Beispiel dazu. «Care Farming» betreut die Menschen individuell und holt sie dort ab, wo ihre Vorlieben und Stärken liegen. Geborgenheit, noch gebraucht zu werden oder einen Gesprächspartner zu haben, sind wichtige Begriffe, die im Projekt «Care Far-ming» berücksichtigt werden.

Zentrale Grundlage für die Platzierung von Kindern und Jugendlichen sowie von Menschen mit Behinderung mit einer Beistandschaft bildet das Schweizerische Zivilgesetzbuch (ZGB) bzw. die darin enthaltenen Bestimmungen zum Kindes- und Erwachsenenschutz.

Betriebe im Kanton St. Gallen mit «Care Farming»:

  • Familie Bettina und Manuel Schmid - Scheidegger, Hauptwil (Betrieb befindet sich auf St. Galler Boden), www.hoefli-farm.ch
  • Wohngemeinschaft Aemisegg, St. Peterzell, www.aemisegg.ch

Weitere Informationen:

Verein «Care Farming Schweiz": www.carefarming.ch